Beim Lesen eines Artikels über die Geschichte der Landschaft “Fläming” und die Emigration im 12. Jahrhundert der Flamen dorthin, kam die Idee den flämischen Kuheutern einen bestimmten Platz zu geben.
Was könnte flämischer sein als eine typisch erkennbare flämische Kuh mit ihren weißen und schwarzen Flecken…
allgegenwärtig in flämischen Wiesen?
Die flämischen Euter werden als Denkmäler in der Natur aufgestellt und symbolisieren das Lebenswerk un die Anwesenheit von Flamen auf deutschem Boden.
In diese Weise möchte ich die Geschichte der Kolonisation des Flämings ans Licht bringen.
Die Euter… im Dialog mit der Natur, den Menschen und möglicherweise den deutschen Kühen (insofern man diese Euter zwischen oder in der unmittelbare Nähe der Kühe aufstellen kann).
Die 4 Elemente: Euter, Mensch, Natur & Kuh (dargestellt mit 4 Zitzen) stehen einander sehr nahe.
Jedes Element hat eine eigene Verbindung mit Jedem der 3 anderen.
Man kann es auch so sehen: Tier-Mensch, Euter-Brust, Kuhmilch-Muttermilch, Gras (die Kuh frisst Gras)-Milch (der Mensch trinkt Milch), usw…
WENN man das Kunstwerk in der unmittelbare Nähe der Kühe aufstellen kann, dann kann der Zuschauer ein besonderes Schauspiel erleben:
Die Statuen (Vergangenheit/’still’), im Dialog mit den deutschen Kühen (Gegenwart/’Leben’), die auf ihrer Weise mit den flämischen Eutern kommunizieren… ‘Still-leben’.
Die Landschaft, die Umgebung, die Route, sie laden zum Spazieren/Radeln ein und die Wechselwirkung zwischen Euter, Natur und Kühe sollte die Spaziergänger/Radler zur Faszination bringen (Mensch)… Das liefert eine Szene wobei man sich die Kühe und die Natur in Hinsicht auf den Eutern als Figuranten vorstellen kann gegenüber den Standbildern. So könnte man dies als eine lebende Malerei (‘Still-leben’) betrachten. Der Mensch sollte die Landschaft in sich aufnehmen und sie erleben.
Eine Wiesenlandschaft mit Eutern (Kühe) bringt uns beim ersten Blick zur Ruhe, zur Gleichgültigkeit, Gemeinsamkeit, Unbeweglichkeit, …
Die Euter (Kühe) gehören zur selben Gruppe… unterscheiden sich jedoch unmittelbar von gleich welchem Tier… von ihrer Form her, ihrer Farbe, ihrer Muster.
Nach dem ersten flüchtigen Blick bemerken wir, dass sie sich aus der Szene herauslösen als währen es Einzelwesen.
Kein einziger Flecken ist identisch. Von ihrer Geburt an haben sie einen dauerhaften Stempel mitbekommen. Man kann sich die unterschiedlichen Formen, Muster merken.
Diese ‘Stempel’ gestalten etwa Landkarten… ‘Land(k)art(e)’…
So hat jedes Euter (Kuh) seine/ihre eigene Identität, seine/ihre eigene Geschichte… jedes Euter ist ein Unikum.
So hat auch jeder Flame seine einzigartige Geschichte.
Jedes Foto (Malerei/Stillleben) soll auch jedes mal anders aussehen: wegen der Jahreszeiten, der Abwechslung in der Natur, der Lichtänderung, der Tiere, des Blickwinkels. In dieser ‘lebenden’ Malerei ziehen die Kühe herum.
Die Zuschauer schlendern an den Eutern entlang… “Ein Erlebnis entlang den ‘Standbildern’ für die flämischen Einwanderer”.
Wo auch der Zuschauer/Tourist Kühe zu sehen bekommt, er wird sie in Verbindung bringen mit dem Ort wo er dieses Kunstwerk erlebt hat. Auf diese Art und Weise, durch dieses Kunstwerk, wird die Geschichte und die Anwesenheit der Flamen auf diesem kleinen Teil der deutschen Erde im Gedächtnis der Zuschauer bleiben.
Die Landschaft, die Umgebung, der Wanderweg, die Atmosphäre, das Erlebnis, sie alle sollen im Gedächtnis bleiben und so wird über die Region/Kulturlandschaft Hoher Fläming gesprochen werden!
“Umgehen mit Raum, Farben, Form, Licht, Inhalt und Gefühl formen das Bild. Bild als Geschichte (Beeld als Verhaal)”
(*) kuieren: schlendern, spazierengehen.